Leistungen

Fabrik- und Produktionsplanung

Wir planen neue Lebensmittelbetriebe, begleiten Erweiterungen und verbessern bestehende Produktionsabläufe. Sie können uns für das gesamte Vorhaben oder für einzelne Aufgaben beauftragen.

Fabrik- und Produktionsplanung

Von der Idee bis zum laufenden Betrieb

Die sechs Phasen zeigen den Ablauf eines Gesamtprojekts. Wir übernehmen auch einzelne Aufgaben und steigen in bestehende Planungen ein.

Phase A · Schritt 0 – 2

Idee und Machbarkeit

Workshop zur Idee, Grunddaten- und Kapazitätsberechnung, Machbarkeitsstudie mit Wirtschaftlichkeit.
  1. Schritt 0

    Ideenphase

    Im ein- bis zweitägigen Workshop mit der Geschäftsleitung klären wir Sortiment, Markt, Produktionsziele und Investitionsrahmen. Wir legen Ziele und bewusste Nicht-Ziele fest und analysieren Artikel und Mengen.

    Ergebnis: Dokumentierte Aufgabenstellung mit Zielbild, strategischen Festlegungen und Mengengerüst je Artikel und Produktgruppe.

  2. Schritt 1

    Grunddatenerhebung und Kapazitätsberechnung

    Wir erfassen Produktgruppen, Mengen, Schichtmodell und Wachstumsszenarien und berechnen die Kapazitäten je Prozessschritt sowie Stellplätze für Reifung, Kühlung, Lager und Puffer. Bestehende Betriebe untersuchen wir im Audit und vergleichen ihre Kennzahlen mit Benchmarks.

    Ergebnis: Kapazitäts- und Stellplatzberechnungen, eingeordnete Vergleichskennzahlen sowie ein Auditbericht mit Empfehlungen für bestehende Betriebe.

  3. Schritt 2

    Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeit

    Wir prüfen Flächenbedarf, Bereichsanordnung und Varianten, Automatisierungsgrad, Personalbedarf, Betriebskosten und Wirtschaftlichkeit einschließlich ROI-Betrachtung. Markt- und Mitbewerberanalyse ergänzen die Positionierung. Dazu bestimmen wir Projektorganisation und Fahrplan bis zur Inbetriebnahme.

    Ergebnis: Machbarkeitsstudie mit Variantenvergleich, Marktbewertung und Kostenschätzung nach Kostenarten (Zielwert ±20 %); Grobkonzept für Lieferantengespräche, Meilensteinplan und Projektorganigramm.

Phase B · Schritt 3 – 8

Konzept und Masterplan

Produktionskonzept, Waren- und Personalströme, Hygienezonen, Anlagendefinition. Der Masterplan schließt die Phase ab.
  1. Schritt 3

    Produktionskonzept

    Wir klären die Aufgabenstellung anhand der vorhandenen Planung und entwickeln die Produktionsprozesse mit Material- und Personalflüssen sowie dem Hygienekonzept.

    Ergebnis: Erläuternder Bericht zur Aufgabenstellung und Prozessbeschreibung mit Prozessflussdiagramm.

  2. Schritt 4

    Warenstromanalyse

    Wir berechnen die Wege und Mengen von Rohwaren, Halbfertig- und Fertigprodukten, Verpackung und Versand. Intralogistik, Lagerverwaltung und Kontrollpunkte werden darauf abgestimmt.

    Ergebnis: Materialflussberechnung, Intralogistik- und Lagerkonzept sowie I-Punkt-Plan mit beschriebenen Kontrollpunkten.

  3. Schritt 5

    Personalstromplanung

    Wir planen Umkleiden, Hygieneschleusen, Sozialräume und Besucherführung und ermitteln den Personalbedarf nach Aufgaben und Qualifikation.

    Ergebnis: Personalbedarfsaufstellung und Personalstromplanung.

  4. Schritt 6

    Hygienezonenplanung

    Wir unterscheiden Schwarz-, Weiß-, Hochhygiene- und Reinraumbereiche und berücksichtigen das Allergenmanagement. Die Reinraumausstattung wird im Konzept untersucht.

    Ergebnis: Hygienezonenplanung und vorläufige Designstudie zur Reinraumausstattung.

  5. Schritt 7

    Anlagendefinition

    Wir legen Kapazitäten und Maschinen aus, positionieren Anlagen mit Erweiterungsreserven und bewerten Teil- oder Vollautomatisierung einschließlich Robotik und Fördertechnik.

    Ergebnis: Kapazitätsberechnung, Layoutskizze, Maschinenliste mit technischen Daten und Automatisierungskonzept mit Nutzen- und Wirtschaftlichkeitsabwägung.

  6. Schritt 8

    Masterplanung

    Wir führen Räume, Produktflüsse, Mengen und Erweiterungsflächen im Fabriklayout zusammen und berücksichtigen Energieversorgung, Logistik und Infrastruktur.

    Ergebnis: Raumkonzept als DWG-Plan und Budgetkostenaufstellung nach Schnittlistendefinition (Zielwert ±20 %).

Phase C · Schritt 9 – 11

Vorentwurf und Detailplanung

Genehmigungsfähige Planung, Unterstützung beim Bauansuchen, Detailplanung mit Architekt und Fachplanern.
  1. Schritt 9

    Vorentwurf

    Wir arbeiten Raumbuch, Medien, Anlagenstellplätze und Verkehrswege aus. Maschinenlayout, Linienleistungen, Intralogistik und Automatisierung werden konkretisiert; Waren-, Personal- und Abfallflüsse werden fortgeschrieben.

    Ergebnis: Maschinenlayout 1:100 in DWG und PDF mit Positionen und I-Punkten, Leistungsdatenblätter, Intralogistik-Detailplanung, Betriebsspezifikationen und abgestimmte Automatisierungslösung; aktualisierte Flusspläne und Budgetkosten mit Zielwert ±10 %.

  2. Schritt 10

    Unterstützung beim Bauansuchen und Behördenabstimmung

    Wir unterstützen die Einreichunterlagen und die Abstimmung mit Bau-, Gewerbe- und Lebensmittelbehörden. QS-, Reinigungs-, Hygiene- und Abfallwirtschaftskonzepte sowie IT-ERP-Konzept und Schädlingsbekämpfungsplan werden koordiniert. Die Einreichung und die Verantwortung dafür liegen beim befugten Planer.

    Ergebnis: Beiträge zum Bauansuchen, abgestimmte Konzepte und Ergebnisprotokolle aus Behördenverhandlungen mit fachlicher Begleitung und Maschinenlayout.

  3. Schritt 11

    Detailplanung mit Architekt und Fachplanern

    Wir stimmen die ausführungsreife Planung mit Architektur, Statik, TGA, Elektro, Bauphysik und Brandschutz ab. Türen, Fenster und Haustechnikanschlüsse werden mit der Produktion koordiniert.

    Ergebnis: Abgestimmte Schnittstellenplanung zwischen Gebäude, Fachplanung und Produktionsanlagen.

Phase D · Schritt 12 – 15

Varianten, Vergabe und Steuerung

Variantenvergleich, Lastenheft, Ausschreibung mit Bewertung und Vergabe, Projektmanagement.
  1. Schritt 12

    Variantenvergleich

    Wir vergleichen Varianten nach Investitions- und Betriebskosten, Personalbedarf und Nutzen.

    Ergebnis: Nachvollziehbarer Variantenvergleich als Grundlage für die weitere Auswahl.

  2. Schritt 13

    Lastenhefterstellung

    Wir definieren technische Anforderungen, Leistungen, Schnittstellen und Abnahmekriterien. Für Anlagen, Hochregallager, Fördertechnik und Reinraum ermitteln wir Massen und Mengen und aktualisieren die Zeichnungen.

    Ergebnis: Lastenheft, Grundlagen für das Leistungsverzeichnis und Anlagenzeichnungen 1:100 in DWG auf Ausschreibungsstand.

  3. Schritt 14

    Ausschreibung, Bewertung und Vergabe

    Wir vergleichen internationale Anbieter nach Technik, Wirtschaftlichkeit, Energie, Service und Referenzen. Maschinen, Intralogistik und Reinraumtechnik werden fachlich bewertet.

    Ergebnis: Bewertungsmatrix mit Anbietervergleich und Vergabeempfehlung sowie Bewertungsberichte je Gewerk.

  4. Schritt 15

    Projektmanagement

    Wir steuern Termine und Kosten, prüfen den Projektplan und koordinieren die Beteiligten. Montageabhängigkeiten und ERP-Schnittstellen fließen in die Planung ein; die laufende Beratung wird schriftlich festgehalten.

    Ergebnis: Geprüfter Projekt- und Montageplan mit kritischem Pfad, Abhängigkeiten und Schnittstellenanforderungen sowie wöchentliche Statusberichte und schriftliche Empfehlungen im Projektverlauf.

Phase E · Schritt 16 – 17

Engineering und Logistik

Detailengineering, Anlieferung und Einbringung, Intralogistik bis IP69K.
  1. Schritt 16

    Detailengineering

    Wir konkretisieren Medienlisten, Anschlusspunkte, Layout und Schnittstellen und stimmen diese mit den TGA-Planern ab.

    Ergebnis: Detailengineering mit abgestimmten Schnittstellen und dokumentierten TGA-Abstimmungen.

  2. Schritt 17

    Maschinenanlieferung und Einbringung

    Wir planen Transport und Einbringung der Maschinen sowie Intralogistik von manuellen bis vollautomatisierten Lösungen in IP69K. Vor Ort überwachen wir die Anlageninstallation hinsichtlich Ausführung, Arbeitszeichnungen und Terminen.

    Ergebnis: Transport- und Einbringungskonzepte sowie Kontrollberichte je Baustellenbesuch zur Anlageninstallation.

Phase F · Schritt 18 – 24

Abnahme, Ramp-up und Betrieb

Abnahmen beim Hersteller und im Werk, Testbetrieb, Inbetriebnahme, Schulung und Unterstützung im laufenden Betrieb.
  1. Schritt 18

    FAT-Unterstützung

    Wir unterstützen die Abnahme beim Hersteller anhand vereinbarter Prüfkriterien, dokumentieren die Ergebnisse und begleiten das Mängelmanagement.

    Ergebnis: Abnahmemitwirkung mit Protokoll beim Lieferanten.

  2. Schritt 19

    SAT-Unterstützung

    Wir prüfen vor Ort die Funktionen der Maschinen und Anlagen, die Einsatzfähigkeit der Intralogistik und die Betriebsfähigkeit der Reinraumtechnik.

    Ergebnis: Technische Abnahmeprotokolle mit Funktionsprüfung und Leistungsnachweisen.

  3. Schritt 20

    Testbetrieb

    Wir begleiten Probebetrieb und Produktionsversuche und arbeiten an den erforderlichen Optimierungen.

    Ergebnis: Im Testbetrieb geprüfte Abläufe als Vorbereitung auf den Produktionsanlauf.

  4. Schritt 21

    Inbetriebnahme

    Wir begleiten Ramp-up, Produktanläufe und Leistungstests bis zur ersten Auslieferung.

    Ergebnis: Inbetriebnahmebegleitung über den Start-up mit Abschlussbericht.

  5. Schritt 22

    Schulungen

    Wir schulen Bediener, Schichtführer, Instandhaltung und Qualitätsmanagement.

    Ergebnis: Schulung der beteiligten Funktionen für den Betrieb der Produktion.

  6. Schritt 23

    Hygiene, HACCP, Zertifizierung

    Wir bearbeiten Hygiene-, Abfall- und Reinigungskonzepte sowie HACCP, Rückverfolgbarkeit und Digitalisierung und unterstützen Zertifizierungsvorbereitung und Audits.

    Ergebnis: Abgestimmte betriebliche Konzepte und Begleitung bei Zertifizierungsvorbereitung und Audits.

  7. Schritt 24

    Projektcheck

    Wir prüfen bestehende oder fremd erstellte Planungen vollständig, teilweise oder punktuell. Diese Prüfung ist auch unabhängig vom Gesamtprojekt und vor Vergabe möglich.

    Ergebnis: Prüfbericht mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen.

Leistungen nach Fachgebiet

Strategie & Masterplanung

Machbarkeit und Kostenschätzung ±20 % vor der Investitionsentscheidung. In die Wirtschaftlichkeit fließen neben der Investition auch Personal, Energie und Wartung über die Laufzeit ein.

  • Vorprojekte und Machbarkeitsstudien
  • Standortentwicklung und Werksstrukturplanung
  • Kapazitäts- und Ausbauplanung
  • Masterplanung
Prozessplanung

Legt Kapazitäten und Abläufe fest, bevor Technik gekauft wird. Reifung, Thermoprozess und Kühlung werden auf die geplanten Mengen ausgelegt, damit Rezeptur und Produktqualität erhalten bleiben.

  • Produktions- und Prozessengineering
  • Prozessflussanalysen
  • Prozessflussdiagramme
  • Leistungs- und Kapazitätsberechnungen
  • Optimierung bestehender Produktionsabläufe
Fabrik- & Layoutplanung

Layout 1:100 mit Wegen, Flächen und Ausbaustufen.

  • Layoutplanung im Maßstab 1:100
  • Raum- und Funktionskonzepte
  • Erweiterungsflächen und Ausbaustufen
Technologie- & Maschinenkonzepte

Maschinenliste mit technischen Daten, ausgelegt auf Produkt und Menge.

  • Maschinenlisten mit technischen Daten
  • Technische Spezifikationen
Automatisierung & Digitalisierung

Wir bestimmen den Automatisierungsgrad nach Personalbedarf, Produktqualität und Wirtschaftlichkeit.

  • Automatisierungskonzepte
  • Definition von Maschinenautomatisierung
  • Schnittstellenkonzepte
  • Produktionsdatenkonzepte
  • Digitalisierung von Produktionsprozessen
  • Unterstützung bei SCADA- und Leitsystemkonzepten
Intralogistik & Materialfluss

Waren-, Personal- und Abfallflüsse getrennt, weniger manueller Transport.

  • Warenflussplanung
  • Personalflussplanung
  • Abfallflussplanung
  • Innerbetriebliche Transportkonzepte
  • Lager- und Pufferkonzepte
  • Materialflussoptimierung
Personal & Organisation

Personalbedarf, Schichten und Einsatzplanung richten sich nach Qualifikation und Verfügbarkeit am Standort.

  • Personalbedarfsberechnung
  • Organisationskonzepte
  • Qualifikationsanforderungen für Mitarbeiter
  • Ressourcenplanung
  • Betriebsorganisationsplanung
Hygiene & Zertifizierung

Hygienezonen, HACCP und Zertifizierung ab der Planung.

  • Hygienezonenplanung
  • Reinigungs- und Abfallkonzepte
  • HACCP-Unterstützung
  • Zertifizierungsvorbereitung
  • Auditbegleitung
Ausschreibung & Beschaffung

Lastenheft, Angebotsvergleich, Vergabeempfehlung.

  • Erstellung von Lastenheften
  • Technische Spezifikationen
  • Ausschreibungsmanagement
  • Angebotsvergleich und Vergabeempfehlungen
  • Lieferantenauswahl und Beschaffungsunterstützung
Projektmanagement & Umsetzung

Terminplan mit kritischem Pfad, wöchentlicher Statusbericht.

  • Projektsteuerung und Projektkoordination
  • Terminmanagement und Projektcontrolling
  • Koordination internationaler Projektteams
  • Gebäude- und Infrastrukturkoordination
  • Abstimmung mit Architekten und Fachplanern
  • Medienanschlüsse und Infrastrukturplanung
  • Schnittstellenkoordination zwischen Produktion und Gebäude
Inbetriebnahme & Optimierung

Begleitung von FAT bis Sollleistung, mit Leistungsnachweis.

  • Produktionsanlaufbegleitung
  • Leistungsnachweise
  • Optimierungsprogramme
  • Unterstützung bei Kapazitätserweiterungen
Projektcheck & Planungsprüfung

Prüfbericht mit Maßnahmen vor Vergabe oder Baubeginn.

  • Vollständige, teilweise oder punktuelle Prüfung erarbeiteter Projekte
  • Bericht mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen

Bestehende Betriebe und Planungen verbessern

Prozessoptimierung im laufenden Betrieb

Zerlegung, SB-Abteilung und Verpackung: Spezifikationsvorlagen, tägliche Ausbeutekontrollen, Warenfluss, Portionierung, Personalplanung und Schulungen. Ein LuCo-Berater arbeitet tageweise bis durchgehend im Werk. Zielwerte werden vorab je Projekt gemeinsam festgelegt, zum Beispiel für Schnittleistung, Ausbeute und Zuschnittanteil, und monatlich nachgewiesen.

Ergebnis

monatliche Statusberichte zur Zielerreichung, Abschlussbericht, auf Wunsch ein neues Layout als Plan mit aktualisierter Anlagenliste.

Externer Benchmark

Ihre Leistungs- und Qualitätsdaten im Vergleich mit Betrieben in Europa. Zuerst die Kennzahlenerhebung mit Auswertung, danach auf Wunsch die Verifizierung im Werk gemeinsam mit Ihrem Team und eine Wirkungskontrolle nach zwei Monaten.

Ergebnis

Benchmarkauswertung als Präsentation, schriftliche Handlungsempfehlungen, Maßnahmenkatalog mit Prioritäten und Terminplan.

Projektcheck & Planungsprüfung

Wir prüfen bestehende oder fremd erstellte Planungen vollständig, teilweise oder punktuell. Diese Prüfung ist auch unabhängig vom Gesamtprojekt und vor Vergabe möglich.

Ergebnis

Prüfbericht mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen.

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